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  • Wie du einen unvergesslichen Über-Mich-Text schreibst – selbst als Anfänger:in

    „Du grosse Güte, was soll ich nur über mich schreiben?”, “Ich bin doch uninteressant!” “Über mich? Da gibt es wirklich gaaar nichts zu erzählen.” Hast du das auch schon gedacht? Kommen dir diese Gedanken jedes Mal, wenn du endlich den Über-Mich-Text für deine Website schreiben willst? Lass mich raten: Du versinkst vor Scham im Boden, wenn du über dich selbst schreiben sollst. Eigenlob stinkt ja auch irgendwie. Ausserdem weisst du nicht, wie viel oder wenig du schreiben sollst, und wie persönlich ist eigentlich zu persönlich? Himmel hilf. Okay, der hilft jetzt auch nicht, aber dafür dieser Blogartikel.

    Ueber Mich Text schreiben Copywriting lernen mit Liwia Weible

    Lesezeit: 15 Minuten

    Du blockierst dich mal wieder total mit deinem Über-Mich-Text? Dann kann ich dich beruhigen – du befindest dich in bester Gesellschaft.

    Den meisten von uns jagt die Über-Mich-Seite nämlich einen Schauer des Schreckens über den Rücken. Ich kenne sogar Profi-Texter, die hyperventilieren, sobald sie über sich oder ihr eigenes Angebot schreiben sollen.

    Nur verständlich also, wenn du es auch nicht auf Anhieb hinbekommst. Erst recht, wenn du vielleicht noch Business-Anfänger*in bist…

    Psst, aber jetzt verrate ich dir ein Geheimnis: Die Über-Mich-Seite ist kein Hexenwerk!

    Wirklich nicht? Nö. Du möchtest lediglich deiner Leserschaft zeigen, dass es dich wirklich gibt (das bekommst du hin). Und, dass du vertrauenswürdig bist (das bist du doch), kompetent (in dem was du anbietest) und sympathisch (da bin ich sicher).

    Und das Beste: Je mehr du in deinem Über-Mich-Text einfach du selbst bleibst und so natürlich und ungezwungen schreibst, wie du mit deinen Kund*innen sprichst, desto besser. Wirklich, so einfach? Ja, versprochen. Du wirst gleich sehen.

    1. Mit einem strategischen und authentischen Über-mich-Text verkaufst du automatisch

    Bestimmt hast du schon gehört, dass die Über-Mich-Seite eine der wichtigsten Seiten deiner ganzen Website ist. In der Regel geht jeder zweite Klick gleich dorthin. Manchmal landen Interessenten auch direkt auf deinem Über-Mich-Text.

    Ui, wer hätte das gedacht…? Danke, liebe Analyse-Tools.

    Eigentlich nachvollziehbar oder kaufst du einfach etwas im Internet, ohne die Person dahinter näher in Augenschein zu nehmen? Eher nicht, wenn es um eine komplexe, vielleicht noch persönliche Dienstleistung geht wie zum Beispiel ein hochwertiges Coaching.

    Mit deiner Über-Mich-Seite baust du also Vertrauen auf. Vertrauen ist im Internet die Superduper-Wunder-Währung und nochmal doppelt und dreifach so wichtig für Business-Anfänger. Dazu kommen wir aber später noch.

    Du schaffst hier eine menschliche Verbindung. Und Sympathie. Ganz wichtig. Weil niemand – auch du nicht – gerne Menschen sein Geld gibt, deren Nase er nicht mag…

    Wie wirkt man aber sympathisch? Na, indem man sich menschlich, nahbar und unverstellt präsentiert zum Beispiel. Zeige also deine Persönlichkeit im Über-Mich-Text. Und zwar möglichst authentisch und gerne mit Ecken und Kanten, erzähle deine Geschichte mit Höhen und Tiefen.

    Und es geht hier auch um Glaubwürdigkeit in punkto Kompetenz. Denn nur, weil du jemanden magst (und findest, dass er eine megaschöne Nase hat), kaufst du ihm längst noch nicht jeden Krempel ab. Du möchtest schon sichergehen, dass er auch etwas auf dem Kasten hat und dir wirklich helfen kann.

    Ein fesselnder Über-Mich-Text bewirkt das alles und noch viel mehr: Er baut subtil Vertrauen auf, schafft Sympathien und erzeugt Glaubwürdigkeit bei potentiellen Kunden. Und hilft dir damit fleissig dabei, deine Leistungen online zu verkaufen.

    Klingt das gut? Ok, dann schauen wir uns jetzt einmal an, wie du deine Über-mich-Seite jetzt mal endlich schreibst. Und das ohne tabellarischen Lebenslauf. Denn, DEN will NIEMAND auf deiner Website sehen… Ja, aber was dann sonst?

    Deine Über-Mich-Seite ist eine der wichtigsten Seiten der Website. In der Regel geht jeder zweite Klick dorthin. Nutze diese Seite, um subtil zu überzeugen und automatisch zu verkaufen.

    2. Die Geheimwaffe für einen einfachen Einstieg in deinen Über-Mich-Text (und jeden Text, der online verkauft

    Es gibt einen (sympathischen!) Trick, mit dem du dir sofort die volle Aufmerksamkeit deiner Leserschaft sicherst. Und das noch ohne viel über dich selbst zu schreiben. „Welchen, welchen?“, fragst du jetzt bestimmt.

    Aahalso… Du beginnst mit den Schmerzpunkten deines Idealkunden. Wie? Was? Ja, richtig gelesen. Du schreibst über deine potentiellen Kunden und Kundinnen und darüber, was sie bewegt (in Bezug auf dein Angebot).

    Und zeigst damit sofort, dass du sie genau verstehst und sie hier richtig sind.

    Lege ruhig den Finger ein wenig in ihre Wunde … Ohne Schadenfreude bitte. Wir sind ja keine Unmenschen. Dennoch – du darfst die aktuelle Situation oder die Sorge deiner Leserschaft ruhig ein wenig auswalzen und ziemlich emotional dabei werden.

    Danach kannst du dann kurz deine Lösung beschreiben, aber eher allgemein. Für die Details hat deine Website eine Verkaufsseite oder mehrere (also hoffentlich…).

    Super, ne? Jetzt hast du schon ziemlich viel zu stehen auf der einst leeren Über-Mich-Seite. Zusätzlich hast du dein Angebot geschickt in Szene gesetzt. Ohne aufdringlich zu sein, ohne Marktschreierei und Werbe-Bla-Bla. Denn das ist nämlich gar nichts für dich. (Kann ich verstehen. Für mich auch nicht.)

    Deine Leserschaft aber hängt an deinen Lippen, äh, an deinem Text wie ein Süchtiger an der Nadel. Und fühlt sich richtig abgeholt.

    „Wer SO gut mein Problem / meine Ziele / meine Bedürfnisse kennt, der MUSS mir einfach helfen können!”, denkt dein Leser jetzt schon mächtig von dir beeindruckt. Und ist gespannt, wie es weitergeht auf deiner Über-Mich-Seite… Du auch, oder? 😉

    Beginne deine Über-Mich-Seite mit einer empathischen und emotionalen Beschreibung der Schmerzpunkte deiner Leser*innen. Sie fühlen sich verstanden und sind dann eher bereit, dein Angebot als Lösung für ihr Problem anzusehen.

    3. Wie du deine Kompetenz im Über-Mich-Text zeigst – auch mit wenig Erfahrung

    Okay, du hast dich warmgeschrieben. Dann kannst du nun von dir erzählen. Beginnen wir mit den fachlichen Qualifikationen. Zeige, woher du kannst, was du anbietest.

    Logisch – bevor du etwas anbietest, solltest du es in irgendeiner Weise gemeistert haben. Sagen ist hier gut, beweisen aber immer besser.

    Präsentiere bitte NUR für das heutige Angebot RELEVANTE Erfahrungen, Ausbildungen, Kompetenzen und Referenzen, die du im Laufe deines Lebens erworben hast.

    Gibt es von dir geschriebene Bücher zum Thema, Sprecher-Auftritte, Interviews in der Presse oder ähnliches? Any Awards? Dann ab damit auf die Über-Mich-Seite.

    Ok, es darf auch etwas kleiner sein. Das Stichwort ist hier auf jeden Fall „relevant“. Also jetzt bitte nicht alles in den Text biegen, was du je gemacht und gelernt hast. Oder chronologisch jede Station deines Lebens herunterbeten. „Aber es war doch soo aufregend, als ich auf Tahiti nach Korallen…“, ja ich weiss, aber nein.

    Und du fischst jetzt bitte auch nicht deinen tabellarischen Lebenslauf aus der angestaubten, digitalen Bewerbungsmappe. Nönö. Ich passe schon auf, dass du keine Dummheiten auf deiner wunderbaren Über-Mich-Seite machst.

    Wähle lieber STRATEGISCH aus deinem Leben nur das aus, was potentielle Kundschaft von heute davon überzeugt, dass du kompetent und befähigt bist, das anzubieten, was du anbietest. Alles andere lässt du weg. Jaja, einfach untern Tisch fallen lassen.

    Gut, und am besten verpacke alles in eine kleine, nette Geschichte… Story tells, story sells! Damit deine Leser*innen sich besser mit dir verbinden können. Nichts Kompliziertes, aber öffne dich gerne ein wenig.

    In deiner Geschichte, die auch Brand Story heisst, geht es um die Fragen: Warum machst du das, was du machst eigentlich? Welche Höhen und Tiefen hast du auf dem Weg hierher überwunden? Wie hast du selbst das Problem gemeistert, das du heute für deine Kunden löst?

    Idealerweise warst du auch mal eine frühere Version deines heutigen Kunden und verstehst ihn daher, wie kein anderer. Zeige das! Besser geht es nicht, um sich zu verbinden!

    Versuche nicht, perfekt dazustehen. Perfekt ist langweilig. Und du bist sicher nicht langweilig! (Sonst würdest du gar nicht aushalten, das hier zu lesen… )

    Zeige auch Schwächen, das macht dich menschlich. Zeige Fehler oder Hürden, die dich aufgehalten haben und wie du sie gemeistert hast. Erzähle deine Geschichte, deinen Weg zu deinem Angebot heute. Deine Leser*innen werden sich viel eher mit dir verbinden wollen, wenn du echt bist.

    EXTRA-TIPP für Business-Anfänger:

    Während die alten Hasen deiner Branche mit Referenzen, Erfahrungen, Auszeichnungen und Presseberichten protzen können wie Mariah Carey mit Ihrem Dekolleté, stehst du noch mit leeren Händen da.

    Also, was tun, wenn es noch an konkreten Erfahrungen mangelt?

    Durchforste dein früheres Leben gezielt nach Erfahrungen aus anderen Bereichen, die für dein heutiges Angebot wichtig sein könnten. Das können Sachen wie Menschenkenntnis, technisches Verständnis, Faible für Designs oder sonstetwas sein.

    Es wird ja einen Grund geben, warum du heute tust, was du tust…

    Diese Soft Skills kannst du vielleicht nicht unbedingt auf der Verkaufs- oder Angebotsseite ins Feld führen, aber die Über-Mich-Seite ist geradezu perfekt dafür.

    Beispiel: Du warst früher Sportlehrerin und bist nun Ayurveda-Beraterin? Dann führe deine Kenntnisse über die Funktionsweise des Körpers aus oder über gesunde Bewegungsmuster und Verhaltensweisen an.

    Sicher fällt dir viel ein, was du aus deinem alten Beruf für den neuen Job mitbringst.

    FORMULIERUNGSHILFE: In den Jahren als X, habe ich gelernt Y. Das hilft mir heute dabei Z …

    Hast du früher ETWAS VÖLLIG ANDERES GEMACHT ALS JETZT?

    Dann wirst du weiter über den Tellerrand hinausgucken müssen.

    Du hast ÜBERALL Dinge gelernt, auf denen du aufbauen kannst. Sei kreativ!

    Okay, ein Beispiel von einem meiner ehemaligen Kunden:

    Einmal sollte ich eine Über-Mich-Seite für einen Ex-Star-Coiffeur texten, der nun als Life-Coach arbeitete. Er fand keinen Bogen und wusste selbst nicht genau, warum er seinen unverschämt gut bezahlten Job an den Nagel gehängt hatte, um mit 45 Jahren wieder ganz von vorne anzufangen.

    Entsprechend schleppend lief es mit seiner Über-Mich-Seite.

    Im Text-Coaching sind wir auf faszinierende Eigenschaften an ihm und auf liebenswerte Macken gestossen, die ihn auszeichneten. Denen er selbst nicht viel Bedeutung geschenkt hatte.

    Da war beispielsweise die bemerkenswerte Empathie und sein Elefantengedächtnis – er konnte sich an fast jeden Kunden aus 25 Jahren und dessen Geschichte erinnern. Und besass vor allem die wertvolle Gabe – die er als Coiffeur regelrecht kultiviert hatte – Menschen zuhören zu können.

    Einfach nur zuhören. Stundenlang. Geduldig und interessiert. Und nix davon vergessen. Eine magische Formel, die wirkte. Seine Kundschaft vertraute ihm darum auch jedes noch so prekäre Geheimnis an.

    Zu seiner eigenen Überraschung wurde ihm zunehmend bewusst: Gerade DIESE Eigenschaften und Erfahrungen waren es, die ihn dazu inspiriert hatten, den Weg ins Coaching zu suchen!

    Die menschlichen-widersprüchlichen Geheimnisse, die persönlich-verrückten Geschichten, die Irrungen und Wirrungen in den Leben seiner Mitmenschen waren so faszinierend für ihn, dass er nicht genug davon bekommen konnte… bis er schliesslich seinen Job als Promi-Coiffeur schmiss, um Life-Coach zu werden.

    Also, wenn das keine perfekte Geschichte für einen Über-Mich-Text ist, dann weiss ich auch nicht.

    Und ein perfekter Übergang zum nächsten Verkaufsknaller in deinem Über-Mich-Text: deinem unvergessliches Warum.

    Zeige auch Schwächen, das macht dich menschlich. Zeige Fehler oder Hürden, die dich aufgehalten haben und wie du sie gemeistert hast. Erzähle deine Geschichte, deinen Weg zu deinem Angebot heute. Deine Leser*innen werden sich viel eher mit dir verbinden wollen, wenn du echt bist

    4. Warum du ein starkes Warum in deinem Über-Mich-Text brauchst & wie du deine Werte teilst (mit Beispiel)

    Warum? Na, weil du schlecht sagen kannst, dass du alles nur machst, weil du schon immer eine dekadent luxuriöse Superyacht besitzen wolltest. Klar, du möchtest, darfst und musst auch Geld verdienen.

    Wenn aber nicht noch etwas mehr dahintersteckt, als das schnelle Geld zu machen, wirst du nicht lange durchhalten. Ausserdem hättest du dann gleich einen piefigen Büro- oder Beamtenjob annehmen (oder behalten?) können. Der wäre wenigstens sicher.

    Dein Warum ergibt sich beispielsweise aus den Fragen:

    > Wofür machst du das Ganze eigentlich?
    > Vielleicht auch für wen?
    > Warum bist du selbständig?
    > Wie bist du auf die Idee gekommen, gerade das anzubieten?
    > Was möchtest du gerne (Gutes) in die Welt bringen?
    > Welche Mission, Vision hast du für dein Unternehmen?

    Deine Vision sollte übrigens etwas sein, dass andere auch interessiert und euch miteinander verbindet. Welche Werte sind dir wichtig im Leben? (Dazu kommen wir gleich noch am Beispiel)

    FORMULIERUNGSHILFE: „Ich glaube fest daran, dass…“, „Ich bin aus tiefstem Herzen überzeugt, dass…

    Idealerweise finden deine Kunden die gleichen Sachen toll und man ist sich auf Anhieb sympathisch. Zeige ruhig Charakter und Profil, stehe zu deinen Überzeugungen, auch wenn sie anecken könnten. Das macht dich anziehend für DEINE „richtigen“ Kunden.

    Die Idee hinterm “Warum” dürfte klar sein. Schreibe also bitte einige Sätze zu deinem Warum auf deine Über-Mich-Seite.

    EIN AUTHENTISCHES WARUM HILFT DIR ALS ANFÄNGER*IN ZU ZEIGEN, DASS DU KEINE EINTAGSFLIEGE BIST

    Sondern ein ernstzunehmender Visionär mit Tiefgang… Ja, das bist du. 🙂

    Denn gerade beim allerersten Kontakt, beim ersten Kauf oder der ersten Buchung wollen Besucher deiner Seite sehen, dass du ein verlässlicher Anbieter sind.

    Wenn du deine Werte und Überzeugungen in deinem Über-Mich-Text teilst, ziehst du automatisch Kundschaft an, die zu dir passt. Man hat etwas gemeinsam und das verbindet. Eine fantastische Basis für Geschäfte.

    Wie du deine Werte im Über-mich-Text teilen kannst am Beispiel meiner Werte

    Dein Warum wird logischerweise sehr stark mit deinen Werten verknüpft sein.

    Und wartebasiertes Marketing wird von Tag zu Tag wichtiger. Immer mehr Menschen schauen, ob sie mit den Werten eines Unternehmens – dies gilt besonders bei Personenmarken – in Resonanz gehen und treffen ihre Kaufentscheidung danach.

    Überlege dir also 3 bis 5 Werte, dir dir wichtig sind im Leben und in deinem Business. Schreibe etwas dazu auf deiner Über-Mich-Seite. Zum Beispiel:

    > Warum sind dir gerade diese Werte wichtig?
    > Wie lebst du sie in deinem Business?
    > Wie sind sie entstanden?
    > Was hast du erlebt, wo diese Werte verletzt wurden?
    > etc.


    EIN BEISPIEL, WIE ICH MEINE WERTE IM ÜBER-MICH-TEXT TEILE:

    1. Mir ist es besonders wichtig, dass Menschen absolut WERTSCHÄTZEND UND RESPEKTVOLL miteinander umgehen. Es macht mich oft extrem traurig, was auf der Welt Menschen anderen Menschen antun und wie grausam und empathielos sie miteinander umgehen können.

    Darum kann ich jede Art von Manipulation und toxischer Kommunikation nicht ausstehen und vermittle in meinen Schreib-Mentorings und Copywriting-Programmen absolut INTEGRES VERKAUFEN. Sodass sich beide Seiten immer zu 100 % wohl fühlen dabei.

    2. Ein anderer wichtiger Wert ist für mich HUMOR. Denn mein Motto lautet: „Wenn es keinen Spass macht, dann hat es keinen Sinn. Ich bin überzeugt davon, dass sich ALLES viel leichter erlernen lässt, wenn die Dinge unverkrampft angegangen werden und man sich selbst nicht zu ernst nimmt.

    Oft entsteht mit dieser Haltung ein freundschaftliches Verhältnis zwischen mir und meinen Kund*innen, weil wir gemeinsam so viel Lachen und so viel Spass haben bei der Zusammenarbeit.

    3. Was ich nicht ausstehen kann sind: Oberflächlichkeit und Ungerechtigkeit. Ich liebe es, den Dingen auf den Grund zu gehen und möglichst viele Aspekte der Wahrheit zu finden. Denn Ungerechtigkeit entsteht oft durch selektive Wahrnehmung und oberflächliche Urteile und Bewertungen.

    So gestalte ich auch meine Angebote, Copywriting-Programme und sogar meine Blogartikel. Darin geht es oft ganz schön in die Tiefe und 3 oberflächliche Tipps suchst du bei mir vergeblich. 🙂 Aber überhaupt, helfe ich Menschen besonders gerne mit meiner Arbeit, die Gutes in die Welt bringen wollen.

    So. Dies war ein Beispiel, wie du auf deine Werte im Über-Mich-Text eingehen könntest. Es darf aber auch kürzer sein, etwa in 2 bis 3 kurzen Sätzen oder auch länger. Oder du lässt deine Werte immer wieder zwischendurch anklingen. DEINE ÜBER-MICH-SEITE, DEINE REGELN.

    5. Darf ich im Über-Mich-Text sagen, dass ich neu im Business bin?

    Emm, kommt darauf an.

    Ob du dich damit wohl fühlst.

    Das Jahr der Firmengründung kann im Über-Mich-Text genannt werden. Muss aber nicht. Wenn du der vorsichtige Typ sind, erwähnst du es lieber, wenn es mindestens im Vorjahr liegt.

    Wenn du eher von der mutigen und offenen Sorte sind, darfst du ruhig dazu stehen, dass du ein Greenhorn bist. Deine Kundschaft hat ganz besondere Vorteile dadurch, dass du noch nicht der lässige, alte Hase bist?

    Du brennst fast übermotiviert für den Einsatz an deinen Kunden? Du bietest so viel Mehrwert, dass alteingesessene Wettbewerber wie ein Haufen verträumter Schildkröten neben dir aussehen?

    Suuuper. Dann kommuniziere das genau so selbstbewusst auf deiner Über-Mich-Seite.

    6. Eigenlob stinkt? Lass‘ in deinem Über-Mich-Text andere über dich sprechen

    Die Besucher*innen deiner Website möchten sehen, wer ihnen die Dienstleistung oder das Produkt anbietet. Mindestens ein schickes Foto von dir ist hier also Pflicht, und am liebsten mehrere.

    Fotos oder auch Videos, etwa mit einem kleinen Willkommensgruss lassen dich gleich viel vertrauensvoller und überzeugender rüberkommen.

    Du möchtest deiner potentiellen Kundschaft auf deiner Über-Mich-Seite zeigen, dass du auf gar keinen Fall zu dieser ulkigen Clique gehörst, die mit Goldkettchen vorm geleasten Lamborghini steht, und dabei 7-stellige Umsätze in 3 Tagen verspricht.

    Ok, glaubwürdig rüberkommen, das bekommst du hin. Da glaube ich fest dran.

    Ein weiterer, wertvoller Tipp dabei ist: Lasse andere über dich sprechen. Idealerweise deine Kunden, die schon genau dieses Angebot genutzt haben.

    Diese Kundenstimmen wirken Wunder. Idealerweise mit Namen und einem kleinen Foto. Oder noch besser – mit Video! Aber letzteres ist nun wirklich KEIN Muss für Anfänger.

    Kundenstimmen und Testimonials funktionieren so prima – wenn sie von echten Kunden stammen (!) – weil wir genetisch bedingt unserem Herdentrieb folgen und am liebsten das kaufen, was andere schon getestet und für gut befunden haben.

    Also auf, Kundenstimmen jagen für deine Über-Mich-Seite.

    7. Wie komme ich an Kundenstimmen als Anfänger:in?

    Wenn du neu in der Selbstständigkeit bist und noch nicht viele Kunden hast, wirst du deine Dienste zunächst Freunden von Freunden und Bekannten von Bekannten anbieten. Das ist normal, so beginnen die meisten…

    Bitte diese ersten, besonders wohlwollenden Kunden von Anfang an ganz offen darum, dein Testimonial für deine Website zu sein. Diese ersten Kundenstimmen sollten ausführlich ausfallen und dich quasi über den grünen Klee loben.

    Wenn du höherpreisige Dienstleistungen oder Coaching-Programme ganz neu anbietest, möchtest du diese zunächst an zwei bis drei Testkunden kostenlos oder vergünstigt testen.

    Dies wird dir enorm dabei helfen, deine Angebote marktgerecht zu gestalten. Im Gegenzug lässt du dir bitte euphorische Testimonials und/oder Top-Bewertungen bei Google, Facebook etc. geben.

    Übrigens müssen es gar nicht immer nur Kunden sein, die dich loben. Wobei die natürlich der Goldstandard sind. Vielleicht hast du Ex-Chefs, Ex-Professoren, Ex-Lehrer, Ex-Ausbilder, Ex-Freunde – nein, die nicht – oder sonstige Exe, die dich irgendwann einmal (schriftlich) gelobt haben.

    Frage diese doch, ob du deren Zitate auf deiner Website verwenden darfst. Das können beispielsweise Auszüge aus Arbeitszeugnissen sein oder ähnliches. Ja, fragen solltest natürlich vorher schon, aber das geht meistens glatt.

    Ach so, und das Lob muss auch etwas mit deinem aktuellen Angebot oder zumindest mit einer wichtigen Eigenschaft von dir zu tun haben. Ich sag’ ja nur.

    Für uns Herdentiere, äh, -menschen sind Kundenstimmen eine wichtige Hilfe bei der Kaufentscheidung. Die meisten machen gerne nach, was andere gemacht haben. Nutze diesen Lemming-Effekt und lass‘ zufriedene Kunden für dich und dein Angebot sprechen.

    8. Seelen-Striptease vs. aalglattes Businessprofil – wie persönlich darf es im Über-Mich-Text werden?

    “Wie persönlich muss es auf der Über-Mich-Seite zugehen?“, fragst du dich vielleicht.

    Zeige dich mit ein paar authentischen Ecken und Kanten, die aber immer einen charmanten, positiven Eindruck hinterlassen insgesamt.

    Private Probleme und Details gehören nicht in deinen Über-Mich-Text! Keine Traumata und nicht in epischer Breite auf die Tränendrüse drücken…

    Es sei denn, gewisse dramatische Vorkommnisse haben dazu geführt, dass du jetzt dieses Geschäft betreibst. Oder haben Bezug zum deinem Angebot.

    Beispiel: Wenn du Liebescoach bist, solltest du durchaus schildern, wie du dich aus deiner jahrelangen, toxischen Beziehung befreit hast und nun seit 3 Jahren happy mit Mr. Right bist… Du hast das erlebt und überwunden, was dein Kunde gerade durchmacht. Uh, das verbindet. Und beweist ihm, dass du ihm helfen kannst.

    Wie persönlich du wirst, bleibt letztlich dir überlassen. Versuche jedenfalls nicht, dich als aalglatter Businessprofi zu verkaufen. Nicht nötig, weil nicht sympathisch. Zeige deine menschliche Seite.

    Auch Humor hilft. Nimm dich selbst etwas auf die Schippe. „Ich verschlafe immer, deswegen MUSSTE ich mich einfach selbstständig machen“.

    Oder mach‘ aus einer Schwäche eine Stärke: „Ich habe so stark gestottert, dass ich 10 Jahre lang dagegen antrainiert habe und nun Rhethorik Experte geworden bin…“

    Zeige, WER DU BIST, WIE DU TICKST, UND WARUM DU für das, was du tust, BRENNST. Deine Persönlichkeit ist dein wichtigstes Kapital in deinem Business. Ob Anfänger oder Profi – in hart konkurrierenden Märkten ist sie das Zünglein an der Waage und entscheidet über Kauf oder Nichtkauf.

    Verschleudere dein Kapital nicht, indem du dich nicht authentisch zeigst. Oder gar nicht zeigst.

    Deine Persönlichkeit macht dich fasznierend. Zeige sie unbedingt.

    9. A propos, zeigen: Die Fotos auf deiner Über-Mich-Seite

    Auch wenn wir das schon erwähnt hatten… Weil’s so wichtig ist, gleich nochmal: Du wirst dich als Person zeigen müssen.

    Ja, richtig. Ich weiss. Bah. Schüttele dich gerne ein wenig. Auch hier bist du in bester Gesellschaft. Aber da musst du durch, wenn du dir eine Über-Mich-Seite wünschst, die für dich Kunden gewinnt.

    Ohne dein Gesicht zu zeigen, wird es schwierig bis unmöglich werden, das Vertrauen deiner Website-Besucher zu gewinnen. Es wird dir auch nicht gelingen, wenn du dich hinter einem tollen Markennamen oder einem fancy Logo versteckst.

    Es sei denn, du bist der Gründer von Nike, Gucci, Coca-Cola oder ähnlichen Kalibern… Davon gehe ich jetzt aber mal nicht aus. (Falls du es doch bist, fühle ich mich geehrt.)

    Ausserdem lockern Fotos deine Über-Mich-Seite grafisch auf und machen Sie lesefreundlicher. Zeige dich in Berufssituationen, mit deinem Team, beim Kundeneinsatz, bei einem Vortrag oder am PC. Solche Fotos gehen immer.

    Wenn du willst, zeige auch Fotos und Details aus deinem Privatleben, Hund oder nicht Hund, mit Kindern oder beim Hobby … Auf der Über-Mich-Seite darf es richtig menscheln!

    Deine Bilder sollten aber einen gewissen qualitativen Anspruch haben. Und auf keinen Fall steif und unnatürlich wirken. Und krame jetzt auch bitte kein 20 Jahre altes Bewerbungsfoto hervor…

    Klar, mit einem modernen Smartphone gemachte Bilder können gut werden. Es muss nicht immer gleich ein Profi-Shooting sein am Anfang. Aber wenn Profi-Shooting, dann bitte nicht zu gestellt.

    Zeige Fotos von dir in typischen Berufssitutationen, vom Team, beim Kundeneinsatz, im Vortrag oder am PC. Beliebt sind „behind the scenes“-Bilder bei der Entwicklung einer Idee oder, wenn es zum Text passt, auch private Situationen.

    GESCHAFFT! 

    Wow, Glückwunsch. Du hast es geschafft, dich durch dieses Ungetüm von einem langen Blogartikel zu lesen. Gut gemacht!

    Dagegen kann das Schreiben eines fesselnden Über-Mich-Textes jetzt eigentlich nur noch ein Klacks für dich sein…

    Wenn du Hilfe dabei brauchst oder mich schreiben lassen willst, melde dich einfach unter hallo@liwiaweible.com

    Weiterlesen...

  • Markennamen finden (How to): Die ultimative Anleitung, wie du einen genialen Namen für dein Business findest

    Keine andere Business-Entscheidung überlebt länger und hinterlässt mehr erste Eindrücke als dein Markenname. Deshalb ist wohl kaum eine andere Business-Entscheidung schwerer zu treffen. Doch ab sofort bist du nicht mehr allein mit dieser Kopfnuss, denn in diesem Blogartikel zeige ich dir Step by Step, wie du einen richtig genialen Namen für dein Business findest. Einen, auf den du auch in einigen Jahren noch stolz bist und der dein Marketing günstiger, effektiver und cooler macht.

    Markennamen finden Anleitung Blogartikel Conversion Copywriting Liwia Weible

    Und falls du jetzt denkst: Ach was Liwia, das glaub ich nicht. Soo viel kann ein Markenname nun auch wieder nicht bewirken… Dann bleib einfach dran und staune, was ein guter Name alles für dein Business tun kann!

    Denn Fakt ist: Menschen kaufen Dinge, um sich gut zu fühlen oder sich zu belohnen. Aus diesem Grund kaufen die meisten von uns am liebsten von Marken, die uns ein gutes Gefühl geben. Wenn ein Markenname sofort etwas Positives in uns auslöst, haben wir automatisch Lust, mit der Marke zusammen zu arbeiten. #marketingwahrheit

    Und da du nun hier bist, sorgen wir von Anfang an dafür, dass deine coole Marke ja KEINEN lahmen Namen bekommt. 😉 Die Sache ist nämlich, den Markennamen später zu wechseln, ist ein mühseliges, nerviges (und teures) Unterfangen… (Been there, done that.)

    Vor allem, wenn du schon viel Werbematerial oder gebrandete Coaching- und Kursinhalte erstellt hast. Von Domain- und Blogumzügen und den damit (mitunter) verbundenen Ranking-Verlusten in Suchmaschinen mal ganz zu schweigen.

    Bevor wir also gleich dazu kommen, was einen Markennamen mit dem X-Faktor ausmacht, der Menschen dazu bringt, aufgeregt irgendwas auf deiner Website zu suchen, das sie dir abkaufen könnten… Lass uns vorher noch schnell darauf verständigen, wann ein Markenname eher NICHT so cool und wenig umsatzfördernd ist.

    Nämlich dann, wenn er:

    • deine Zielgruppe zum Gähnen bringt.
    • sie kalt genug lässt, dass sie dich ignorieren oder gleich wieder vergessen kann.
    • ihre Zunge verknotet (oder ihr Hirn).
    • mehr Fragen aufwirft, als er beantwortet.
    • den Vertrauensaufbau sabotiert und sie von deiner Marke entfremdet.

    Jetzt denkst du bestimmt: Danke, Liwia, harhar, aber SO einen Namen hätte ich eh nie gewählt.

    Tja, denkste. Denn das Blöde ist, dass man selbst nicht gleich merkt, wenn der Markenname ein Fehlgriff ist. Zu Beginn sind wir, sagen wir mal, etwas verblendet über unseren begnadet kreativen Einfall (den meist nur wir selbst kreativ finden, während andere ihn nicht mal ganz verstehen).

    Die Ernüchterung kommt leider aber oft erst viel später…

    Nämlich dann, wenn du deinen Markennamen laufend erklären, buchstabieren und richtig aussprechen musst, damit Menschen ihn verstehen (oder dich sogar für ihn entschuldigen und rechtfertigen musst.) Dann dämmert es dir langsam, dass da irgendwas wohl doch nicht so ganz gut war…

    Möglich auch, dass dein Markenname für sich genommen ganz okay ist, so im Großen und Ganzen. Doch dafür klingt er irgendwie komisch in Texten, auf Social Media-Profilen und in Vorstellungsrunden. Oder ungünstig auch, wenn dich ständig Menschen fragen, warum sich deine Marke wie eine Unterwäschefirma anhört (falls du natürlich keine Unterwäschefirma bist).

    Ein unglücklich gewählter Name kann sogar negativ auf das ganze Business abfärben! Wirklich? Na, überleg mal bitte, ob dir ein Unternehmen mit einem richtig blöden Namen einfällt. Gefunden? Gut. Und jetzt frag dich, wieviel Lust du hast, mit denen zusammen zu arbeiten, selbst wenn du ihre Produkte sogar gebrauchen könntest…

    Siehste, sag ich doch. 😉

    Ein Markenname, der deine Leute in Herz, Hirn und Seele trifft, beschert dir nicht nur mehr Komplimente, Käufe und Klicks, sondern du wirst auch viel weniger in Werbung investieren. Umgekehrt gilt dafür leider auch: Je schwieriger der Markenname, desto mehr wirst du in dein Marketing buttern dürfen für den gleichen Effekt.

    Jetzt schauen wir mal, wie du einen Markennamen findest, den Menschen sich aufs T-Shirt drucken wollen, auf die Kaffeetasse oder den Klodeckel, weil sie ihn so witzig und genial finden.

    Vorher lass uns noch kurz die No No’s bei der Namenswahl genauer unter die Lupe nehmen, denn das wird uns sehr helfen, später einen unglaublich coolen Markennamen für dich zu finden.

    Markennamen finden: Die 7 häufigsten Fehler

    Die 7 Todsünden für deinen Markennamen (bringen jeden in die Branding-Hölle früher oder später und doch leider oft gesichtet):

    1. Schwierige Schreibweise: Dein Name sollte intuitiv und einfach sein.
    2. Copycat: Sei originell, keine billige Kopie.
    3. Einschränkend: Dein Name sollte dein Wachstum nicht begrenzen.
    4. Nervig: Vermeide gekünstelte und zu gewollte Namen.
    5. Platt: Eindimensional, rein beschreibend und unspiriert? Nein danke!
    6. Nur für Insider: Nö. Dein Name sollte für jeden verständlich sein.
    7. Schwer auszusprechen: Niemand mag Zungenbrecher! Wir fühlen uns entfremdet oder blöd. (Meistens beides).

    Markennamen finden: Fehler Nr. 1

    Dein Markenname ist kompliziert oder sieht aus wie ein Schreibfehler.

    Dein Markenname sollte nicht so kompliziert sein, dass Menschen Schwierigkeiten haben, ihn zu schreiben oder zu verstehen. Verwirrung entfremdet uns von Marken.

    Hier gilt: “Confuse ‘em and you’ll lose ‘em” (“Verwirre sie und du verlierst sie“). Entscheide dich bitte immer für die intuitive und einfachste Schreibweise. Du wirst es mir später mal danken, wenn du nicht jeden Tag 97-mal deinen Namen buchstabieren musst.

    Vielleicht kennst du das Website-Tool „Wix“. Dann hast du dich sicher auch schon mal drüber lustig gemacht, hihi (ach komm, gibs zu)… Oder hast du dich beim Namen Flickr nicht auch gefragt, was denn das bitte sein soll und ob das jugendfrei ist?

    Verzichte deshalb darauf, neuartige Grammatik einzuführen, lustige Spielchen wie Worte rückwärts zu schreiben, Akronyme oder seltsame Schreibweisen mit Großbuchtaben in der Mitte. Deine zukünftige Version von dir selbst wird es dir von Herzen danken. Und ich auch.

    Checke auch immer gleich, was dein Name international bedeutet, wenn du in mehreren Märkten operierst. Mitsubishi musste seinen “Pajero” auf dem spanischen Markt umbenennen in Montero, weil Pajero eine vulgäre Bedeutung dort hat. Sei schlau, sei nicht wie Mitsubishi.

    Markennamen finden: Fehler Nr. 2

    Dein Markenname ähnelt großen Brands oder Namen von Mitbewerbern.

    Ja, ich gebe es zu, ein cooler Name bei anderen kann einen schon sehr inspirieren (völlig menschlich). Manchmal ein bisschen zu sehr. Sei hier bitte vorsichtig, dass dein Markenname nicht offensichtlich kopiert ist oder stark an bekannte Namen anlehnt.

    Wenn dein Markenname “Birne” lautet und du als Logo eine angebissene Birne wählst, wirkt das nicht nur unkreativ, sondern ist auch ein Fremdschämer. Ein Copycat-Markenname lässt deine Brand jedoch nicht nur peinlich wirken, sondern kostet auch Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Außerdem könntest du rechtliche Probleme bekommen.

    Pro-Tipp: Es ist IMMER ratsam, deinen neuen Namen vorher ausgiebig zu recherchieren, ob er belegt ist und später von einem Markenrechtsanwalt überprüfen zu lassen!

    Markennamen finden: Fehler Nr. 3

    Dein Markenname ist einschränkend.

    Dann verhindert er dein Business-Wachstum oder bremst deine Weiterentwicklung. Dein Markenname sollte zukünftigen Geschäftsmöglichkeiten und -plänen genügend Raum geben. Selbst wenn du heute noch nicht mal genau weißt, wohin die Reise mal gehen wird…

    Stell dir vor, Jeff Bezos hätte sein Unternehmen Bücher-Lädle oder sowas genannt. Schließlich ist Amazon als Buchversender gestartet. Doch Jeff-Bert ist ja nicht gerade für Bescheidenheit bekannt und hat sein Unternehmen einfach nach etwas so Gigantischem wie dem wasserreichsten Fluss der Welt – dem Amazonas – benannt… Ganz schön großko…, äh, weitsichtig von Jeff, nicht wahr?

    Fun Fact am Rande: Aktuell fordert der Brasilianische Gouverneur, dass Bezos für die Nutzung des Namens (wegen Amazonas) zahlen soll, hihi.

    (Ja, das kannst du später noch googlen, jetzt bleib bitte noch schön konzentriert bei der Sache hier, damit dein Markenname mal genauso knallt später).

    Markennamen finden: Fehler Nr. 4

    Der Name wirkt konstruiert, kryptisch oder zu gewollt.

    Denke immer an deine Zielgruppe, wenn du deinen Markennamen erstellst. Ist er für sie leicht zu verstehen? Inhaltlich klar? Simpel? Versuche nicht, zu kompliziert oder geheimnisvoll zu sein. Erspare deinen Leuten Rätselspielchen und orakelhafte Symbolik. Dein Markenname sollte inhaltlich einfach zu verstehen, klar und ansprechend sein. Alles andere geht ihnen unnötig auf die Nerven. Nein, und man wirkt auch nicht schlau durch rätselhafte Namen.

    Zu mechanisch klingende oder künstlich kreierte Namen haben ausserdem keinen Feel-Good-Vibe… und der ist entscheidend. Aber dazu kommen wir gleich noch.

    Markennamen finden: Fehler Nr. 5

    Der Name ist platt, langweilig, rein beschreibend.

    Ein zu trockener Name kann eine Marke langweilig und uninspiriert wirken lassen. Warum? Weil rein beschreibende Namen uns nicht stimulieren. Nada. Kein Dopamin-Shot, null Magnetismus, kein Kopfkino und somit zero Emotionen.

    Beschreibende Namen sagen auch nichts über die Persönlichkeit einer Marke aus. Somit zaubern sie uns kein Lächeln ins Gesicht und vermitteln auch nicht den positiven VIBE, den wir so dringend wollen in unserem Markennamen (Ja, den wollen wir. Dazu kommen wir gleich).

    Markennamen finden: Fehler Nr. 6

    Nur Insider verstehen deinen Namen.

    Vermeide es, einen Namen zu wählen, den nur Insider oder Experten in deinem Bereich verstehen. Deine Zielgruppe sollte den Namen intuitiv greifen können, ohne spezielles Fachwissen zu benötigen.

    Der „Fluch des Wissens“ kann dazu führen, dass du potenzielle Kunden abschreckst und mit deinem Markennamen ausschließt. Der Mensch denkt: Wenn ich mich schon zu blöd fühle, den Markennamen zu verstehen, wie wird es mir dann erst bei einer Zusammenarbeit mit denen gehen? Nö, lass mal lieber.

    Markennamen finden: Fehler Nr. 7

    Der Name ist schwer auszusprechen.

    Alles, was schwer auszusprechen ist, distanziert Menschen und verwirrt sie: Niemand möchte sich dumm fühlen, wenn er einen Namen ausspricht (ähnlich wie Fehler Nr. 6). Ein leicht auszusprechender Name wird tatsächlich mit Kompetenz, Intelligenz und Glaubwürdigkeit in Verbindung gebracht (da gibt es sogar Studien drüber!). Oh ja, genau so wollen wir deine Marke erleben, my Dear.

    Ok, geschafft. Die No Go’s sind durch.

    Kleiner Tipp noch: Betrachte die 7 Fehler oder auch Branding-Sünden einfach als Filter oder als eine Art Checkliste. Prüfe jede deiner Namens-Ideen vorher über diese 7 Punkte. Der Rest, der danach übrig bleibt, schafft es in die nächste Runde. Die wäre?

    Kommen wir zum VIBES-Check!

    Was ist der VIBES-Check? Verrate ich dir im nächsten Absatz. Nur so viel vorweg: Es ist der Feel-Good-Vibe, der einen Markennamen erst cool macht. Also, diese Art von cool, dank dem begeisterte Menschen mit gezückter Kreditkarte in der Hand angerannt kommen…

    Einen genialen Markennamen finden: Auf die VIBES kommt es

    Die VIBES? Emm? Ja, die VIBES sind ein kleines Wortspiel, das ich mir für dich ausgedacht habe, damit du dir besser merken kannst, was einen coolen Markennamen ausmacht.

    Wenn du die gut hinbekommst, dann zaubert dein Markenname Menschen ein Lächeln ins Gesicht. Und dir einen Haufen Punkte aufs Sympathie-Konto inklusive emotionaler Verbundenheit mit deiner Marke.

    Warum? Weil coole, kluge und/oder humorvolle Namen uns kleine Dopamin-Kicks ins Hirn feuern. Lieben wir. Von solchen Anbietern wollen wir mehr.

    Hier die 5 goldenen Regeln, mit denen du geniale VIBES in deinen Markennamen bekommst.

    Markennamen finden, goldene Regel Nr. 1: Dein Name sollte V wie VISIONÄR sein

    Ein Markenname sollte Raum für Wachstum offen lassen und nicht nur für ein einziges Produkt oder eine allzu enge Nische funktionieren. Fang also schon mal an, deine Glaskugel zu polieren, my Dear…

    Ein visionärer Markenname kann in verschiedenen Märkten, Branchen oder Produktkategorien erfolgreich sein. Er lässt Raum für Weiterentwicklung und Veränderung, ohne seine Identität zu verlieren. Ein solcher Name kann leichter in neue Geschäftsfelder expandieren oder verschiedene Produkte und Dienstleistungen unter demselben Dach anbieten. Er trägt dazu bei, die Langlebigkeit deiner Marke sicherzustellen.

    Versuch doch mal zu überlegen, in welche Richtung sich dein Business irgendwann strategisch entwickeln könnte… oder welche Produkte noch hinzukommen könnten. Bestimmt ahnst du schon ein bisschen was, stimmt’s? 😉

    Natürlich, kannst du deinen eigenen Namen als Markennamen wählen, wenn du eine Personenmarke bist. Diese Lösung ist ganz ok, machen viele, bekommt aber sonst keine weiteren Punkte mehr in der VIBES-Checkliste.

    Denn Namen sind austauschbar, schwerer zu merken und man hebt sich nicht besonders ab im Ozean der Lieschen Müllers und Kathrin Schmidts.

    Was uns auch direkt zu Regel Nr. 2 führt…

    Markennamen finden, goldene Regel Nr. 2: Dein Name sollte I wie INSPIRIERT sein

    Eine suggestive Symbolik im Namen weckt positive Assoziationen und gibt deinem Markennamen tiefere Bedeutung. Hier ist kreativ statt plakativ die Devise.

    Ein inspirierender Name beflügelt unsere Fantasie, weckt Assoziationen oder schafft aufregende Verbindungen zu deiner Marke. Klappt gut, wenn er sie mit etwas Bekanntem, oder Metaphern verbindet. Beispiele kommen noch.

    Inspiriert bedeutet aber auch, dass du deinen Markennamen für viele verschiedene Zwecke mit Wordspielen erweitern kannst. Beispielsweise wie du deine Kunden nennst, für deine Produktwelten, für Slogans, Domains, Blogs, Newsletter, Email-Adressen etc…

    Sagen wir mal deine Marke heißt: „Zen Business“. Dann könntest du deine Kunden „Business Buddhas“ nennen, deinen Newsletter „Buddhas Briefe“, deinen Blog „Zen Blog“, deine Emailadresse „erleuchtet@zenbusiness“ etc.

    War jetzt nur ein Beispiel und gibts wahrscheinlich schon. Aber du verstehst, worauf ich hinauswill…

    Wenn du einen Markennamen aus einer Metapher ableiten möchtest, kannst du dich beispielsweise aus diesen Themenwelten bedienen: Musik, Universum, Garten, Küche, Reisen, Natur, Liebe, Superhelden, Zirkus, Kino, Theater, Sport, Yoga, Hollywood u. v. m.

    Du kannst für deine Produkte, Dienstleistungen oder Programme auch humorvolle Namen wählen (wenn es zu deiner Marke passt). Ben & Jerrys Eiscreme machen das so erfrischend. Wer bekommt nicht sofort Lust auf Karamel Sutra, Baked Alaska, Netflix‘d & Chill’d …?

    Oder was denkst du, warum die Getränke und Bechergrößen bei Starbucks so heißen wie sie heißen? Ein klarer Fall von einzigartigem Branding und unkopierbarer Markensprache.

    Oder nenne deine Leistungen/Produkte alle mit dem gleichen Anfangsbuchstaben beginnend oder der gleichen Endung wie z.B. The Evergreen Icon, The Funnel Icon… oder Storybrand Secrets, Salespage Secrets, Instagram Secrets etc.

    Ok, das waren jetzt einige Inspirationen zum Finden inspirierter Markennamen (und Produktnamen).

    Deine Markensprache und alle anderen Elemente, die eine geniale Personenmarke braucht, kannst du übrigens in meinem Programm „Storybrand Secrets“ gemeinsam mit mir entwickeln, wenn du magst. (Hüst, die kleine Werbe-Unterbrechung ist schon wieder vorbei. Und nein, du schaffst es jetzt nicht auf Toilette.)

    Markennamen finden, goldene Regel Nr. 3: Dein Name sei B wie BILDHAFT

    Ein cooler Markenname sollte Kopfkino erzeugen oder eine kleine Story erzählen. Denn wenn wir Bilder im Kopf sehen, fühlen wir was. Und wir kaufen nur, wenn wir was fühlen (wissenschaftlich bewiesen). Alles, was abstrakt, vage oder ungreifbar ist, lässt uns emotional kalt und unser Portemonnaie zu.

    Wenn dir also gelingt, Bilder im Kopf deiner Leser zu erzeugen, hast du automatisch ihre Emotionen angesprochen…

    Funktioniert sogar in negativ (wenn humorvoll), denk mal an MäcGeiz. Ich sehe sofort einen alten, knausrigen Schotten vor mir. Dieser bildhafte Name eines Geschäfts appelliert an ein menschliches Motiv, das uns ironischerweise zum Kauf triggert: An das Motiv Geld zu sparen. Ohne es aber ausgesprochen zu haben… Ziemlich clever, nicht wahr?

    Wichtig: Deine Marke sollte angenehme Gefühle auslösen oder wenn du negative Bilder kreieren willst, dann mit einem Augenzwinkern wie “Liquid Death” (geniale Dosengetränke) oder Saftladen, Kinderkram etc.

    Ach ja, und achte hier bitte auf Doppeldeutigkeiten. Dein Name darf auf keinen Fall Bilder erzeugen, die du versehentlich auslöst und gar nicht wolltest…

    Markennamen finden, goldene Regel Nr. 4: Dein Name sollte E wie EMOTIONAL sein

    Dein Name löst idealerweise positive Gefühle in deinen Leuten aus, bringt sie zum Lächeln und zieht sie magnetisch an. Dein Markenname spiegelt auch die Persönlichkeit deiner Marke wider, damit die richtigen Menschen eine echte Verbindung zu dir aufbauen können.

    Warum das wichtig ist? Weil wir Menschen irrational (= emotional gesteuert) sind. Ja, auch du. wir kaufen, entscheiden und machen eigentlich fast alles aus emotionalen (oft unbewussten) Gründen. Wir kaufen, um bewundert zu werden oder anzugeben (also wir jetzt nicht, aber die anderen), aus Gier, aus Statusgründen, um dazu zu gehören, um unseren Hobbies zu frönen (die manchmal nicht mal Sinn machen und sauteuer sind), um schlechte Gefühle loszuwerden oder oder…

    Kennst du die absolute Wunderwaffe in Sachen Markennamen-Magnetismus? Humor. Humor lässt unsere Herzen höher hüpfen. Ja, auch wenn du ein B2B-Business bist. Etwas Humor zeigt einfach nur, dass du deinen Job liebst und Spaß hast, bei dem, was du tust…

    Markennamen finden, goldene Regel Nr. 5: Dein Name sei S wie STICKY

    Sticky, klebrig. Stell es dir so vor, als ob dein Markenname im Ohr deiner Idealkunden kleben bleibt. Er ist leicht zu merken und schwer zu vergessen. Er ist erinnerungswürdig und eingängig und natürlich kurz.

    3 bis 5 Wörter maximal.

    Am besten merken wir uns Dinge, die uns an etwas erinnern, das wir schon kennen. Wenn du mit deinem Markennamen an ein bekanntes Konzept anlehnst, hast du viele Punkte auf der VIBES-Skala.

    Alles klar? Das waren sie, die 5 goldenen Gebote zum Finden genialer Markennamen. Und du weißt nun, warum er die VIBES dazu braucht: Visionär, inspiriert, bildhaft, emotional, sticky.

    Als nächstes schauen wir uns jetzt noch ein paar Brainstorming-Techniken an und Beispiele guter und schlechter Markennamen. Und dann bist du auch schon parat, um deinen eigenen megacoolen Markennamen zu finden.

    Markennamen finden: Brainstorming-Tipps und Beispiele

    Fallen dir ein paar Namen ein, die sofort positive VIBES in dir auslösen…? Hm, lass uns mal überlegen.

    • Bed Head (Haarstyling-Produkte)
    • Ben & Jerrys (Eiscreme)
    • Shalimar … (Parfüm)
    • Jeep Explorer (SUV für Abenteurer)

    All diese Namen sind erfrischend, unerwartet, leicht und Bilder erzeugend. Auch Disney, Apple oder Google fallen in diese Kategorie.

    Namen, die verwirrtes Kopfkratzen auslösen, schaffen es trotzdem manchmal Bekanntheit zu erlangen. Aber dann eher TROTZ und sicher nicht WEGEN ihres Namens wie z.B. Eukanuba (Hundefutter) oder der oben erwähnte Website-Dienst Wix.

    Natürlich kann ein Markenname niemals ALLES ausdrücken, was eine Marke ausmacht. Muss er auch nicht. Hier darfst du reduzieren und super simpel denken. Befreiend, nicht wahr?

    Hauptsache, der Name suggeriert etwas über die Persönlichkeit deiner Marke und regt die Fantasie an. Vielleicht durch eine Analogie, Metapher, einen Vergleich oder eine Symbolik…

    Wie beispielsweise bei Amazon, das von A to Z ableitet (alles von A bis Z, die Bildmarke unterstützt das auch) und natürlich vom riesigen, wichtigen Fluss Amazonas.

    Oder cool ist auch Fiverr… von Fünfer. Die Freelancer-Plattform, wo man früher alle Services für 5 Kröten bekommen hat, einfach ein weiteres R noch dran.

    Oder wie Nike, deren Name von der Siegesgöttin Nike abgeleitet wurde. Symbolischer und suggestiver geht es für eine Sportschuhmarke und Ausrüster junger Athleten kaum…

    Besonders stark kommt das Suggestive auch in Auto- und Parfümmarken zum Vorschein. Sofort sehen wir Bilder von Indiana Jones-artigen Typen, Bergen und Schlammwüsten wie bei Explorer, Yeti, Wrangler, Range Rover etc.

    Im Fall der Parfüms von verlockenden Frauen-Archetypen, wie hier zum Beispiel bei Passion, Poison, Opium, Shalimar, Coco Mademoiselle, Chance.

    Sehr cool für Dienstleister sind auch Markennamen wie diese, weil sie so eine starke Symbolik haben:

    Sounds true – Anbieter spiritueller Kurse, Programme und Podcasts
    The Crappy Childhood Fairy (die Fee der besch… Kindheit) oder die Hormontante sind ebenfalls geniale Namen, die sofort klar machen, worum es geht.

    Oder wenn der Name eines Technik-Onlinekurses „Der Technikfuchs“ lautet. Hier wird klar an das Ziel und den Wunschzustand appelliert, den die Zielgruppe erreichen möchte.

    Ein anderer hervorragender Weg, einen Markennamen zu finden, ist natürlich, über die WERTE zu gehen. Frage dich, welche WERTE möchtest du mit deinem Business verkörpern? Empathie, Zuverlässigkeit, Inklusivität? Und dann brainstorme Synonyme und Symboliken, die diese Werte andeuten.

    Denke beispielsweise an die Batteriemarke Duracell. Denkt man da nicht automatisch schon an ein nerviges Kinderspielzeug, das einfach nie aufhört zu blinken und lärmen? Also, Langlebigkeit wäre hier der Wert.

    Ein Kunstfehler ist hier, wie ich finde, zu plakativ zu werden und die Werte direkt zu nennen. Sowas schlägt meist ins genaue Gegenteil um. Oder wie klingt der „ehrliche Edgar“ für dich? 🙂 Unser superkritisches Gehirn fängt sofort an, den Wahrheitsgehalt zu prüfen und allzu absolute Aussagen anzuzweifeln. Besser wir beschäftigen die Hirne mit einer indirekten Andeutung.

    Hier kurz im Überblick, was du alles fürs Brainstorming deines Markennamens in Betracht ziehen kannst:

    • Wie erwähnt, deine Werte (die du gemeinsam mit deiner Zielgruppe teilst)
    • die Ergebnisse, Ziele, Träume, Wünsche, Sehnsüchte, die deine Marke oder dein Produkt erfüllt, z. B. Simplecast (Podcast-Hosting),
    • deine Mission, z. B. Truefruits (Smoothies)
    • dein Alleinstellungsmerkmal oder deine Stärken, z. B. Bones & Buddhas (Heilsteine, Naturschmuck etc.), Fiverr
    • Sinneseindrücke, die mit deinen Produkten verbunden sein können, z. B. Sounds true, Lush (Kosmetik, die sehr viele Sinne anspricht)

    Eine originelle Technik, die du auch nutzen kannst, um deinen Markennamen zu finden ist, dein ganz eigenes Wort zu kreieren.

    Achte dabei nur darauf, dass das Wort diese 3 Kriterien erfüllt:

    1. Es sollte wie ein echter Name oder ein echtes Wort klingen oder sich darauf reimen.
    2. Es sollte leicht auszusprechen sein.
    3. Es sollte intuitiv zu buchstabieren und zu schreiben sein

    z.B. Erfolgleicht, Speedo, Swatch, Maniko (Maniküre-Produkte), Mailchimp (Email-Provider), Fiverr (schon wieder).

    Du kannst für diese Technik einfach ein echtes Wort mit einer anderen Endung verbinden:

    Das kann die Markenpersönlichkeit zeigen, wie zum Beispiel bei Samsonite, das aus dem starken Samson abgeleitet wurde und Unverwüstlichkeit suggeriert. Oder wie bei Mailerlite, einem Email-Provider, der die Leichtigkeit im Markennamen integriert hat.

    Oder du kreierst ein Kofferwort, das auch Portemanteau oder Schachtelwort genannt wird. Das besteht aus mindestens zwei inhaltlich überlappenden Wörtern, die zu einem neuen Begriff verschmelzen:

    Als erstes fällt mir dazu Bennifer ein (aus Ben Affleck und Jennifer Lopez). Doch lass uns lieber zu einem schöneren Beispiel kommen: Labradoodle (aus Labrador und Pudel). Ist übrigens mein Hund Banksy (Foto folgt noch) oder Pinterest und Groupon etc.

    Oder du würfelst einfach zwei Wörter aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, sodass sie eine neue Bedeutung bekommen (oder einfach cool klingen wie bei Lululemon, der Yogakleidung.)

    Weitere Beispiele wären hier Facebook, Airbus, Blogmojo, Schreibsuchti…

    Jetzt hast du einige Techniken zur Hand, wie du deinen genialen Markennamen findest. Wenn du eine eigene Wortkreation schaffst, schau nur, das sie angelehnt ist an etwas, das deine Zielgruppe schon kennt.

    Ach ja, und besser lang und sticky, als kurz und schwer zu merken. Bei der Gelegenheit möchte ich auch den Trend des Eigennamens hinterfragen. Vor- und Nachnamen sind leider meist nicht allzu sticky.

    Es sei denn, du kannst vielleicht ein witziges Wortspiel aus deinem Namen machen oder ihn kombinieren mit einem Modifikator wie beispielsweise bei Huberman Lab. Mein absoluter Lieblings-Podcast von Andrew Huberman, der sich mit Neurowissenschaften beschäftigt (daher das Lab).

    Wenn du Schmidt oder Müller heisst, darfst du dir auch einfach einen cooleren Namen erfinden oder irgendwas mit Alliterationen versuchen wie Müller Milchreis oder Mango Müller…

    Wow, du bist tatsächlich am Ende des Blogartikels angekommen. Dann überlasse ich dich nun deinem Schicksal und wünsche dir ganz viel Freude bei der Namenssuche. Schreib mir, wenn du etwas Cooles gefunden hast, ich freue mich dann mit dir!

    FAZIT:

    Einen starken Markennamen zu finden, der wirklich funktioniert, ist nicht einfach. Doch wenn es dir gelingt, geht dein Name meilenweit für dein Business. Und mit diesem Blogpost wird es dir hoffentlich etwas leichter fallen, ihn zu finden!

    Ein cooler Markenname hilft dir, mehr Umsatz zu machen und Werbekosten zu reduzieren. Denn wir lieben es alle, wenn Namen uns unterhalten, zum Grinsen bringen, dieses kribblige Gefühl auslösen und die Fantasie anregen… Über solche Namen sprechen und posten wir. Wir teilen sie gerne, um anderen auch diesen kleinen Dopamin-Shot zu geben oder einfach den VIBE zu versprühen.

    Wenn du deinen Markennamen gefunden hast, kannst du dich daran machen, einen passenden Domainnamen zu finden. Erst danach. Sichere deinen Markennamen auch unbedingt markenrechtlich, damit du ihn nicht noch abtreten musst mal. Und jetzt wünsche ich dir ganz viel Vergnügen beim Kreativsein und Markennamen finden. Schick mir gerne, deine Ideen, die du hiermit gefunden hast.

    Der Blogartikel hat dir gefallen? Du hast Lust, an deinem Markennamen, deiner Markensprache und anderen Elementen, die eine geniale Personenmarke braucht, mit mir zu arbeiten? Dann schreib mir an: hallo@liwiaweible.com.

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